Ich bin in Cadro aufgewachsen, habe in Lugano und dann in Mailand studiert und jahrelang im Ausland gearbeitet. Ich weiss, was es bedeutet wegzugehen — und ich weiss auch, was es bedeutet, zurückkehren zu wollen. Heute wählen viele junge Tessiner nicht wirklich zwischen Bleiben und Gehen: oft werden sie von den Lebenshaltungskosten, den Mieten und einem zu engen Arbeitsmarkt gezwungen.
Das Tessin hat ein ernstes demografisches Problem: weniger Geburten, Familien, die wichtige Entscheidungen aufschieben, qualifizierte junge Menschen, die weggehen. Wir können uns nicht damit begnügen zu sagen, die Jugend sei die Zukunft. Wir müssen die Bedingungen schaffen, damit sie ihre Zukunft hier aufbauen kann.
Politik muss konkret sein: Studium, Arbeit, Wohnen, Familie. Ohne diese vier Säulen bleibt jede Rede über die Jugend reine Rhetorik.